Passionate People

Geschichten, Tipps und Themen


von und für Generation Inklusion

Gastbeitrag von Janis McDavid: Mobilität – Dein Mindset macht‘s

Wie ich denn dorthin gelangen wolle? Ob ein Rollstuhl auch auf Berge fährt? Wie ich ohne Rollstuhl zurecht käme? Ob das überhaupt ginge? Die Fragezeichen in Gesichtern sind manchmal groß, wenn ich von meinen Reisen berichte. Auch bei meinem aktuellen Indonesien-Trip. Klar ist jedenfalls, dass das wichtigste Equipment nicht im Gepäck, sondern im Kopf ist. Nicht nur bei Motivations-Speakern.

Keine Arme, keine Beine, kein Radius?

Im Alltag ersetzt mir mein Invacare-Elektrorollstuhl meine Beine. Dabei ist es cool, welche Möglichkeiten mir durch  innovative Technik und Digitalisierung gegeben sind. Mobilität ist einfach, ist selbstverständlich und komfortabel. Was Barrierefreiheit angeht, ist zwar noch viel Luft nach oben, auch in unserm so modernen Land, aber natürlich muss ich mir nicht ständig knifflige Gedanken machen, wie ich von A nach B komme. Bei meinem Beruf wäre das auch etwas anstrengend. Mein Rollstuhl, mein Auto, mein Kopf – schon kann es losgehen.

Janis McDavid in seinem Invacare Rollstuhl in Indonesien

Janis McDavid bereist die Welt ohne Arme und Beine, dafür mit dem richtigen Mindset – so gelingt Mobilität.

 

Andere Länder, andere Strecken

Exotischere Ziele stellen meine Mobilität nicht in Frage, wie oft geglaubt wird. Sie fordern sie einfach heraus. Durch meine Peru-Reise haben meine Freunde und ich beispielsweise entdeckt, wie für uns sogar dieses anspruchsvolle Wandern möglich ist. Wohlgemerkt: Wir haben entdeckt wie Wandern möglich ist und nicht etwa, dass es möglich ist. Über diesen kleinen, feinen Unterschied spreche ich in vielen meiner Vorträge, denn die Auswirkungen unseres Mindsets sind immens. Indonesien? Vulkanwanderung? Aber sicher. Wieder ist ein Traum meines besten Lebens in Erfüllung gegangen.

Auf den Vulkan ging es für Janis per Rucksack und einem guten Freund

Wieder ein Punkt weniger auf Janis‘  To-do-Liste. Vulkanwanderung in Indonesien: check!

 

Wo sind die Grenzen?

Das weiß ich noch nicht. Bisher habe ich immer Wege gefunden, Mittel entdeckt, Möglichkeiten kreiert, wenn mich ein Ziel brennend angezogen hat. Meine Mobilität ist ja nicht eingeschränkter als die von Menschen mit Armen und Beinen. Dafür gibt es heutzutage einfach genug hilfreiche Tools, die man nutzen kann und echt auch nutzen sollte. Sie ist manchmal anders, das ist alles. Bei einer Reise wie Indonesien verknüpft sie sich stark mit Qualitäten wie Freundschaft und Gemeinschaft, was wir alle als ungeheure Bereicherung erleben. Meine Mobilität macht mich einerseits autark, andererseits stärkt sie das Miteinander zu Menschen in meinem Leben. Das fühlt sich 100% super an und die sich daran knüpfende Abenteuerkomponente zeigt auf jeder Tour neue Facetten. Indonesien hat das Thema Mobilität zum Beispiel durch unvorhergesehene Ereignisse aus der bereits erlangt geglaubten Komfort- in die Kreativzone katapultiert. Mit welchen Hindernissen ich dieses Mal zu tun hatte und wie ich sie gemeistert habe, erzähle ich Euch nächste Woche in meinem Podcast, hier im Invacare Blog.

Janis McDavid genießt auf dem Berg die Aussicht über die Wolken

Für die richtige Einstellung wird man mit einer genialen Aussicht und jeder Menge wertvollen Erfahrungen belohnt.

 

What’s next?

Eine Reiseidee mit echtem Kopfschüttel-Index lässt mich aktuell nicht mehr los: 2020 auf dem Kilimandscharo zu sein. Noch sind es Gedankenspielereien und zuvor stehen einige andere Ziele an – aber Ihr kennt mich ja. Plötzlich sind Fakten geschaffen. Flug gebucht. Let’s go!

 

Mit dem richtigen Hilfsmittel ist man auch ohne Arme und Beine mobil

Ob mit dem Auto, im Rucksack oder mit speziellen Hilfsmitteln. Mobil sein schafft Möglichkeiten. Yes, you can!

Bald gibt es von Janis‘  Reisen nicht nur zu lesen, sondern auch zu hören. Ab nächster Woche berichtet er von seinen Abenteuern in Indonesien.