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Vom Rollstuhlsport zur Liebesbeziehung

Eine junge Frau und ein junger Mann sitzen jeweils in einem Küschall Aktivrollstuhl und fahren nebeneinander her. Sie sind von hinten zu sehen.

Es war kurz nach den Paralympischen Spielen 2012 in London, als sich Hannah und Nathan zum ersten Mal trafen. Hannah hatte dort zwei Goldmedaillen gewonnen und war als inspirierende Rednerin beim Talentfördertag des „Youth Sport Trust“ eingeladen. Nathan war als junges Talent im Publikum dabei.

„Nathan hat sogar ein Foto von sich, auf dem er gerade ein Autogramm von mir bekommt, aber daran kann ich mich nicht mehr erinnern!“ lacht Hannah.

2016 haben sich die beiden in Rio wieder getroffen. Nathan war im Staffelteam mit Hannahs Trainingspartner Richard Chiassaro. Danach folgten Wettkämpfe, gemeinsame Trainingslager, Treffen nach dem Training… und bei so vielen Gelegenheiten kamen sich die beiden langsam näher.

Was braucht man, um zu gewinnen?

Bisher hat Hannah 23 Goldmedaillen in 11 Wettbewerben gewonnen und Nathan 2 Gold-, 3 Silber- und 5 Bronzemedaillen in 4 Wettbewerben.

Auf dem Weg dorthin gab es Höhen und Tiefen… und das COVID-Jahr 2020 war wahrscheinlich das härteste von allen. Beide trainierten hart für Europa- und Weltmeisterschaften, die allesamt verschoben wurden. Fitnessstudio, Bahnen, Training – alles war wegen Corona geschlossen. Sie fragten sich, warum sie so viel trainierten, auf ihre Ernährung achteten, gesunde Schlafgewohnheiten pflegten, noch mehr trainierten, weniger feierten… War dieser Rollstuhlsport es überhaupt wert?

Sie begannen sich anzupassen. Fitnessstudios geschlossen? Keine Bahnen verfügbar? Keine Wärmekammer? Kein Problem. „Wir haben ein Fitnessstudio in unserer Garage gebaut, neue Strecken zum Trainieren in der Nähe gefunden und vor kurzem haben wir sogar ein Plastikgewächshaus als improvisierte Wärmekammer benutzt.“

Was, wenn es für den einen bergab geht?

Stell dir mal vor, Hannah: Du gewinnst eine Goldmedaille und währenddessen überquert Nathan bei der gleichen internationalen Veranstaltung die Ziellinie als Sechster. Bist du ihm böse? „Nein, nicht wirklich“, sagt Hannah. „Ich glaube, wir sind beide sehr stolz auf das, was der andere erreicht hat. Wir sind in völlig unterschiedlichen Rennen und Klassen unterwegs, deshalb ist es unfair, meine Medaillen mit seinen zu vergleichen oder umgekehrt. Wir freuen uns einfach über die Erfolge des anderen.“

Hannah ist in der Klasse T34 und Nathan in der Klasse T54. Einfach gesagt, nimmt er nicht nur an den Staffelläufen teil, sondern auch an den schnelleren Läufen.

Es ist schon öfters vorgekommen, dass die eine Hälfte dieses dynamischen Duos bei einem Wettkampf nicht ganz so gut abgeschnitten hat wie erhofft oder erwartet, während die andere Hälfte alle Erwartungen übertroffen hat. „Unser Stolz auf die andere Person hat unsere Enttäuschung über uns selbst in dieser Situation einfach überstrahlt“, erzählt Hannah. Sie waren beide in der Lage, die Gefühle von der eigenen Leistung zu trennen und den anderen zu feiern. Oder, wie Hannah es ausdrückt: „Es gibt einem schlechten Tag etwas Positives, wenn man sieht, dass es jemandem, den man liebt, gut geht!“

Eine junge Frau und ein junger Mann sitzen jeweils in einem Küschall Aktivrollstuhl und lächeln sich an.

Motivation und Mindset

Wer treibt wen mehr an? „Ich glaube, wir treiben uns beide gleichermaßen an“, antwortet Hannah. Da Nathan ein Frühaufsteher ist, gelingt es ihm besser, die beiden aus dem Bett zu holen und pünktlich zum Training zu kommen. Nachmittags ist Hannah an der Reihe und gibt die nötigen Impulse und Ermutigungen, um sicherzustellen, dass sie ihre Trainingspläne einhalten.

Hannah ist sich bewusst, dass Nathan immer schneller sein wird als sie und dass er sich in einem ganz anderen Bereich von Sportlern bewegt.

„Im Training ist Nathan auf jeden Fall schneller“, bestätigt sie. „Er ist also eine große Hilfe für mich, um an meinen 800m zu arbeiten, da er mit meinem Tempo leicht mithalten kann. Auf der Bahn bin ich keine Konkurrenz oder Hilfe für ihn, aber im Fitnessstudio, wenn wir Gewichte stemmen, kann ich ihn mehr pushen!“

Beide schätzen es, jemanden in der Nähe zu haben, der versteht, warum man das tut, was man tut. Jemand, der die gleichen Träume und Ziele hat.

Hunger auf das Leben

Außerhalb des Rollstuhlsports teilt das Paar eine Leidenschaft für alltägliche Dinge wie Einkaufen, leckeres Essen und einen guten Film. Sie haben nicht nur Hunger auf Erfolg auf der Rennstrecke, sondern auch auf das Leben. Beide treten bei öffentlichen Veranstaltungen auf. Hannah wurde mit dem MBE (Member of the Order of the British Empire) geehrt. Sie tritt in Werbespots auf und ist eine beliebte Rednerin. Beide sind Küschall-Markenbotschafter.

Guter Look gehört dazu: individuelle Rollstuhl-Designs

Hannah und Nathan haben ihre brandneuen Küschall Aktivrollstühle mit dem 3D-Konfigurator selbst nach ihren Wünschen gestaltet. So konnten sie den Küschall THE KSL ihrem Stil und ihren Bedürfnissen anpassen.

Eine junge Frau und ein junger Mann sitzen jeweils in einem Küschall Aktivrollstuhl und lächeln in die Kamera.

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Was bringt die Zukunft?

Neben den Vorbereitungen auf die Wettkämpfe im Jahr 2022, auf die sie sich hauptsächlich konzentrieren, möchte das Paar auch seine bodenständigen Träume verfolgen. „Wir würden gerne mehr Immobilien besitzen und sie eines Tages herrichten, wenn wir unser eigenes Haus fertiggestellt haben“, sagt Hannah. „Ansonsten wollen wir einfach nur glücklich sein, uns wohlfühlen und das Beste aus allen Gelegenheiten machen, die sich uns bieten!“

Außerdem planen sie, ihr selbst gebautes Fitnessstudio in der Garage mindestens 2-3-mal pro Woche zu nutzen.

 

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