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Tipps für den Umbau: So machst du dein Auto rollstuhlgerecht

Eine junge Frau verstaut die Räder eines Rollstuhls im Kofferraum eines Autos

Viele glauben, dass es sehr teuer und aufwändig ist, ein Fahrzeug barrierefrei anzupassen. Das stimmt aber nicht immer, Fahrzeuge für Rollstuhlfahrer können auch preiswert sein.

Auf dem Weg zur Barrierefreiheit hilft eine professionelle Beratung, die auch das Umrüsten erleichtert. Das Endergebnis: ein vollständig integratives Gefährt. In unserem kleinen Leitfaden kannst du herausfinden, wie du fast jeden Wagen für einen Angehörigen mit Behinderung oder für dich selbst anpassen kannst.

1. Die Anforderungen festlegen

Um ein Fahrzeug effektiv und erfolgreich anpassen zu können, musst du zunächst genau wissen, welche Bedürfnisse die Person hat, die das Gefährt nutzen wird. So können zum Beispiel zwei Menschen, die gelähmt sind, sehr unterschiedliche Anforderungen haben. Ganz zu schweigen von Personen, mit verschiedenen Arten von Behinderungen. Ein paar Fragen sollte man sich vorab stellen:

  • Kann sich die Person, für die der Pkw umgebaut wird, selbständig auf einen Sitz setzen?
  • Verfügt sie über genügend Beweglichkeit und Kraft im Oberkörper, um sich selbst anzuschnallen?
  • Muss die Person während der Autofahrt im Rollstuhl sitzen bleiben? Wenn ja, ist sie so groß, dass sie nur in einen Lieferwagen oder ein ähnlich hohes Gefährt „passt“?
  • Braucht sie jemanden, der neben ihr sitzt, um sie zu stützen und beim Gleichgewicht zu helfen?

Dies sind nur wenige sehr wichtige Fragen, aber wenn du die Antworten weißt, wirst du eine bessere Vorstellung von der richtigen Anpassung für das Fahrzeug haben.

2. Mögliche Optionen abwägen

Es kommen immer wieder erstaunliche, barrierefreie Transport- und Reisegadgets auf den Markt. Es lohnt sich nach ihnen Ausschau zu halten. Sie sind für Rollstuhlfahrer ausgelegt und können beim Umsetzen, Balancieren, Anschnallen oder bequemen Sitzen im Auto eine große Erleichterung sein. Außerdem bieten einige Fahrzeughersteller bereits ab Werk verschiedene Mobilitätsoptionen an. Wenn deine Anpassung also mit der Auswahl eines neuen Fahrzeugs beginnt, solltest du dich unbedingt vorab über die verfügbaren, barrierefreien Optionen informieren.

Die Wahl des Autos, das deinen spezifischen Anforderungen und Bedürfnissen am besten entspricht, wird dich auf dem Weg zu einer effektiven und erfolgreichen Fahrzeuganpassung ein gutes Stück voranbringen.

Eine weitere Option, die du in Betracht ziehen solltest, ist der Kauf eines bereits angepassten, gebrauchten Pkws. Denn wer nicht seine Zeit und das Geld in den Umbau investieren möchte, kann online in verschiedenen Portalen auf die Jagd nach preiswerteren Lösungen gehen. In diesem Fall solltest du aber darauf achten, dass das Fahrzeug wirklich deinen Bedürfnissen entspricht.

3. Ein Budget definieren

Je nachdem, wo du wohnst, kannst du möglicherweise eine finanzielle Unterstützung für den barrierefreien Ausbau des Pkws erhalten. Informiere dich auf der Website deiner Gemeindeverwaltung oder im Familienratgeber, welche Hilfen und Unterstützungen für dich in Frage kommen. Oder besprich deine Möglichkeiten mit dem Unternehmen, das für den Umbau zuständig sein wird, denn dort sollte man wissen, auf welche Leistungen du Anspruch hast. Wenn du keine finanzielle Unterstützung für den barrierefreien Umbau erhältst, gibt es Möglichkeiten, wie du den Wagen anpassen kannst.

Ein Sitz, der sich elektronisch im Auto drehen lässt, kann zum Beispiel sehr teuer sein. Aber ein drehbares Kissen, das eine ähnliche Funktion hat, ist für einen Bruchteil des Preises zu haben. Es kann einige Zeit dauern, aber es lohnt sich, nach preiswerteren Produkten zu suchen.

4. Den passenden Partner finden

Der wichtigste Teil wird wahrscheinlich darin bestehen, ein Unternehmen zu finden, das deine Anpassungswünsche mit dir bespricht und die richtigen Anpassungen für dich einbaut. Außerdem kann es dir, wie oben erwähnt, auch bei deinem Budget helfen. Suche im Internet nach „Unternehmen für die behindertengerechte Anpassung von Fahrzeugen“ und erkundige dich bei deinen örtlichen Behindertenorganisationen. Wenn du glaubst, dass du genug Informationen hast, rufe einige von ihnen an oder schicke ihnen eine E-Mail. Die Anpassung deines Fahrzeugs kann ein entmutigender Prozess sein, daher ist es wichtig, dass du dich bei der Zusammenarbeit mit dem Hersteller wohl fühlst. Dies ist eine wichtige Entscheidung, die du nicht überstürzen solltest.

5. Die neu gewonnene Freiheit genießen

Der letzte Rat, den wir dir geben können: Hab Spaß, wenn die Anpassungen vorgenommen wurden! Ein behindertengerechtes Gefährt kann dein Leben enorm positiv beeinflussen und dir Erfahrungen schenken, die dir ohne diese Investition entgangen wären. Der Stress, der mit der Benutzung von nicht behindertengerechten Verkehrsmitteln – sei es privat oder öffentlich – verbunden ist, fällt nun weg. Ganz gleich, ob du dein neues Auto für deine täglichen Fahrten, deine Urlaubsreisen oder für irgendetwas anderes nutzt, du wirst die Leichtigkeit des Transfers genießen.

Wir hoffen, dass dieser Artikel dazu beigetragen hat, dass du dich bei der Anpassung eines behindertengerechten Fahrzeugs etwas sicherer fühlst und wünschen dir viel Glück auf deiner Reise und allezeit gute Fahrt!

Noch mehr Tipps gefällig?

Wie du und dein Rollstuhl ein perfektes Team werdet und wie wichtig die Anpassung ist erfährst du hier!