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Tina Pesendorfer: Tennisplatz statt Klassenzimmer

Eine junge, hübsche Frau sitzt im Rollstuhl vor einer Graffiti Wand.

Das ist Tina Pesendorfer. Tina ist passionierte Sportlerin, verrückt nach Tennis und mittlerweile österreichische Vizestaatsmeisterin. Dabei hätte sie das nie gedacht, denn eigentlich hatte Tina ganz andere Hobbies, wie z.B. Reiten oder Schwimmen. Alles außer Tennis.

Seit 2014 ist Tina regelmäßig auf dem Tennisplatz zu finden. Mittlerweile trainiert sie fünfmal pro Woche und beweist sich auf internationalen Turnieren, von den USA bis in die Türkei. Wir haben sie getroffen und mit ihr Tina über ihre Passion, ihren Ehrgeiz und ihre Träume gesprochen.

Tina, was ist dein größter Traum?

In L.A. leben! Oder zumindest sehr oft dorthin reisen. Ich war schon fünfmal dort und das spricht mich voll an – Sonne, Strand, lockere Menschen – und alles ist so herrlich barrierefrei! Da können wir uns hier wirklich mal eine Scheibe abschneiden. In den USA geh’ ich außer Haus ohne nachdenken zu müssen, ohne zu planen. Komme ich dort die Treppen hoch? Gibt es einen Lift oder nicht? Dort ist es selbstverständlich, dass jeder Rollifahrende überall und ohne Probleme hinkommt. Man überlegt gar nicht, dass man im Rollstuhl ist, weil alles passt.

Du bist in den Sozialen Medien aktiv und auch als Guide auf dem Portal Guidzter. Was hat dich dazu gebracht?

Mir macht es Spaß, mich mit den Leuten austauschen und ich liebe es Fotos zu machen. Außerdem möchte ich anderen ein Vorbild sein. Ein Rollstuhl heißt nicht Stopp im Leben, es ist so viel möglich und genau das möchte ich teilen. Generell möchte ich das Mindset der Leute öffnen, den Mensch zu sehen, nicht den Rollstuhlfahrer oder die Rollstuhlfahrerin. Alle müssen viel offener werden, finde ich. Ich versuche, mein bestes Leben zu leben, denn es kommt danach nicht nochmal eins. Man kann viel mehr als man glaubt. Als Guide möchte ich anderen zeigen, dass das Leben mit Rolli sogar sehr cool sein kann. Ich möchte die Leute da draußen aufklären und mit Guidzter kann ich anderen Tipps geben zu allem, was ich mir selbst hart beibringen musste.

Über welchen Kanal bekommst du die meisten Anfragen?

Über Instagram. Einige möchten gerne mit dem Tennis anfangen und suchen Rat und Inspiration bei mir. Ich möchte die Leute bewegen, sich zu bewegen! Sport macht so viel Spaß, ist ein Ausgleich und macht glücklich. Anfangs habe aber auch ich immer nur verloren und gesagt „Ich lasse es jetzt, das ist nichts für mich“, aber am nächsten Tag habe ich mich wieder aufs Training gefreut. Wenn man was findet, was man gern mag, muss man einfach weitermachen. Klar muss auch ich mich manchmal zum Training überwinden, aber das ist ja auch normal.

Tina Pesendorfer ist auf Instagram

Tina Pesendorfer möchte auf Instagram ein Vorbild sein und sich mit den Leuten austauschen.

Woher weißt du, wie das geht? Hast du was mit Social Media studiert?

Nein, eigentlich habe ich etwas ganz anderes studiert: Lehramt mit den Fächern Deutsch, Psychologie und Philosophie. Aber vor 2 Jahren habe ich damit aufgehört wegen dem Tennis. Lehramt konnte ich mir gut vorstellen, es passt gut zu mir. Allerdings habe ich mich jetzt für die Sportler-Karriere entschieden. Ich hatte ein mentales Burnout. Mir war alles zu viel und ich konnte fünf Wochen nichts tun. Mir ist einfach die Kraft ausgegangen und dann musste ich entscheiden: Das Studium oder Tennis, alles auf einmal geht nicht. Aber ich bin glücklich mit meiner Entscheidung, der Sport gibt mir so viel!

Liebe Tina, herzlichen Dank für diese Motivation und das anregende Gespräch! Wenn ihr noch mehr über Tina wissen wollt, schaut doch mal im Küschall Lifestyle-Magazin UNLIMITED! auf Seite 24 vorbei. Hier erzählt Tina viel über ihren Lieblingssport aber auch über ihr bisher prägendstes Erlebnis:

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