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Jean Pierre´s Geschichte: Das Leben im Rollstuhl

Ein Mann sitzt im Rollstuhl und arbeitet. Er trägt eine Maske und eine Mütze.

Der Beginn eines neuen, positiveren Lebensabschnitts – dank Rollstuhlspende: Mechaniker Jean Pierre kann seine Familie endlich wieder unterstützen. Er steigerte sein Einkommen fast um das 8-fache.

Vor 13 Jahren begann Jean Pierre langsam Lähmungen in beiden Beinen zu entwickeln und trotz der Behandlung, die er erhielt, wurden seine Beine immer schwächer. Im Alter von 45 Jahren konnte er weder stehen noch laufen und benutzte seine Hände, um sich von Ort zu Ort zu bewegen.

Ein Mann benutzt seine Hände, um sich fortzubewegen

Auf dem Hügel zuhause

Jean Pierre hat im ländlichen Ruanda in Afrika auf einem abgelegenen Hügel gelebt. Da die nächste Straße fast einen halben Kilometer von der Haustür entfernt ist, konnte er nicht mehr bei seiner Familie bleiben. Nachdem Jean seine Mobilität verloren hatte, musste er allein in die Stadt ziehen, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Seine Frau Therese und seine vier Kinder im Teenageralter blieben zu Hause.

Beruflich repariert Jean Pierre elektronische Geräten wie Handys, Radios und Uhren. Er ist bekannt für seine Intelligenz, Klugheit und Entschlossenheit. Ohne Rollstuhl war sein Geschäft jedoch auf Kunden in der Nähe seines gemieteten Zimmers beschränkt. „Ich habe von zu Hause aus gearbeitet, wo es nur wenige Kunden gab“, erinnert er sich. „Ich konnte nicht einmal 0,20 Dollar am Tag verdienen. Dadurch war es sehr schwierig, auch nur eine einzige Mahlzeit für die Familie zu bekommen.“

In Ruanda mit einer Gesamtbevölkerung von über 12 Millionen Menschen gibt es mindestens 450.000 Menschen mit Behinderungen. Die Hälfte von ihnen ist arbeitslos.

Leben im Rollstuhl

Anfang dieses Jahres erhielt Jean Pierre einen neuen Rollstuhl von der „Free Wheelchair Mission“. Dies ist eine humanitäre, gemeinnützige Organisation, die Rollstühle für Menschen mit Behinderungen in unterversorgten Teilen der Welt entwickelt und kostenlos herstellt. Der lokale Vertriebspartner „Food for the Hungry Rwanda“ übergab den Stuhl.

„Mit diesem gespendeten Rollstuhl kann ich nun in das Einkaufszentrum gehen, wo ich mehr Kunden als zuvor finde“, berichtet Jean Pierre. „So kann ich etwa 1,50 Dollar pro Tag verdienen. Damit kann ich meine Familie ernähren und kleiden. Außerdem hat sich der Rollstuhl auf mein soziales und psychologisches Leben ausgewirkt, weil ich meine Freunde besuchen und problemlos zu verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen gehen kann.“

Ein Mann sitzt im Rollstuhl und hat ein Handy in der Hand. Hinter ihm sind grüne Pflanzen.

Mit seinem neuen Rollstuhl kann Jean Pierre wieder nach Hause fahren und seine Familie besuchen. Er hatte sich während seiner Abwesenheit Sorgen um sie gemacht. Die Reifen seines Rollstuhls ermöglichen es ihm, den langen unbefestigten Weg zwischen der Hauptstraße und seiner Haustür leichter zu überwinden.

„Ich bin so dankbar für die wunderbaren Taten der Free Wheelchair Mission“, sagt Jean Pierre. Er fragt sich, wie sein Leben ohne diese Rollstuhlunterstützung aussehen würde und flüstert: „Ich könnte tot sein… Aber jetzt kann ich mich überall hinbewegen und tun, was ich will. Ich fühle mich mehr als zuvor in die Gesellschaft integriert.“

Invacare und die Free Wheelchair Mission

Seit 2001 hat die Free Wheelchair Mission weltweit 1,3 Millionen Rollstühle in 94 Entwicklungsländern verteilt. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sie sich mit Invacare Europa zu einem Projekt namens „Together, for mobility“ zusammengeschlossen. Im Rahmen dieses Projekts unterstützt Invacare Europa die Free Wheelchair Mission, indem sie das Bewusstsein für die Problematik schärft. Außerdem werden Spenden generiert und Wissen und Erfahrung an die Produktentwicklung weitergegeben.

Invacare Europa arbeitet mit der Free Wheelchair Mission zusammen

Invacare arbeitet mit der Free Wheelchair Mission zusammen, um Tausenden von Menschen wie Jean kostenlose Rollstühle zur Verfügung zu stellen.